Donnerstag, 4. Januar 2007
Privat
aktuelles bild kommt
Fotos sind ein ideales Mittel, um Stimmungen wiederzugeben. Auch
Aufnahmen, die keine "Highlights fotografischen Könnens" sind,
sind eingefrorene Augenblicke " wie man sich in einer Zeit fühlt".
Geboren bin ich in der Nachkriegszeit-1948-, in der der Wahn von
vor 1945 noch greifbar zu spüren war. Mein Kompaniechef glaubte
1965 noch an die Zurückeroberung Ostpreußens. Autortäres Denken
bestimmte den Alltag. Rock galt allgemein als Gejaule, wer als Mann
lange Haare trug war suspekt.
An eine für diese Zeit klassische Situation kann ich mich noch gut
erinnern: Als ein Mitschüler des katholischen Internates, in dem ich
einige Jahre verbrachte den Plattenspieler des Studiersaales
"missbrauchte", um den Song "Rote Lippen soll man küssen"
von Cliff Richard abzuspielen, wurde die Scheibe auch prompt
vom Präfekten kassiert, um unser Seelenheil nicht zu gefährden.

Wo fange ich an? bei meinen Eltern,
denen ich viel zu verdanken habe.
Meine Mutter ist aus Seidenberg, nah bei Görlitz.


Die Gilgs stammen aus Mähren, damals Österreich/Ungarn.
Einer meiner Vorfahren war in Bergstadt Bürgermeister.
Er erreichte es in einer Privataudienz bei Kaiser Franz-Josef,
dass das vor der Schließung bedrohte Silber-Bergwerk
weiter betrieben werden durfte.


Hochzeit meiner Eltern 1944 Opa, Großonkel Willi, mit Groß-
tante Emma u. Trauzeuge Reichsgraf Wilhelm v.u.z. Dohna


Hier hatte ich wohl Angst vorm Objektiv



Mein Vater ist in Oberwiesenbach geboren.
Mein Spies-Großvater stammt aus einem
Bauernhof in der Region Oberschwaben/ Allgäu.
Den Hof übernahm sein älterer Bruder und
Großvater ging nach seiner Ausbildung nach
Krumbach, wo er als Landschaftsgärtner arbeitete.
Zur Hochzeit mit Großmutter wurde ihnen ein
kleiner Bauernhof in Oberwiesenbach übergeben,
der in den 80igern abgetragen wurde, in Stoffenried
wieder aufgebaut wurde und der heute als
Kreisheimatstube (Bild) dient.
Mein Vater wurde in diesem Haus geboren.



Bild: L.-V. Spies Kreisheimatstube


Tante Marianne, Onkel Karl, Josef, Lorenz, Willi, Alfons, und Otto,
die ebenfalls in diesem Haus geboren wurden.
Ein Hut für England -
Kretische Impressionen - Im Brennspiegel des Lichts






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1968 reiste ich per Autostop von Krumbach über den Maghreb nach Kairo.
Libyen war damals noch Königreich und problemlos zu durchqueren.
Auf der Rückreise lernte ich am Autobahnkreuz von Modena Wendy kennen.
Wendy, die aus Australien stammte wohnte in London und sagte mir,
dass man dort unbedingt mal dort leben sollte- was ich dann auch tat.



Impressionen aus meiner Londoner Zeit


Hydepark1

Hydepark 2

Demo Free Tibet


Für 30 Pfund (damals 300 Mark- ca. 150€) erwarb ich diese BSA


Machte echt Spaß damit rumzugurken


Marble Arch

Unsre Parties in Peters Kellerbar












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Mit meiner Londoner Liebe Linda in Lindau





Wer hat Lust auf Klang&Stille?





thenoise, Freitag, 5. Januar 2007, 17:42
sind der mann auf der leiter im hydepark tatsächlich sie?
wann war das ungefähr?

luvo23, Samstag, 6. Januar 2007, 13:39
hallo thenoise,
der mann auf der leiter bin nicht ich- von mir sind nur die
aufnahmen.
datum: müsste 1969 gewesen sein.lvs

thenoise, Sonntag, 7. Januar 2007, 22:48
wäre eine grosse überraschung. vielleicht hat der herr
ja 10 jahre später noch im hydepark gewettert. dann bin
ich ihm tatsächlich dort begegnet, und später auch noch ...

luvo23, Montag, 8. Januar 2007, 00:35
habe keine ahnung mehr was dieser prediger von sich
gegeben hat. schätze er war anarchist. musste bei
meinem letzten besuch feststellen, dass die speaker´s
corner leider stark an attraktivität verloren hat.

thenoise, Montag, 8. Januar 2007, 11:51
dann war er es möglicherweise - werden wir aber nicht
mehr rauskriegen ...
was mir dabei einfällt: ist der speakers corner ein vorfahre
von blogs? es gibt zwar die räumliche beschränkung, weil
der hyde park nicht für jeden um die ecke ist. aber jeder mensch
darf erzählen, was er mitteilen möchte. und dass es nicht zu den
banalen auswüchsen wie in den blogs kommt, fasse ich nicht
unbedingt als nachteil auf.

luvo23, Montag, 8. Januar 2007, 17:16
glaube nicht, dass die speakers corner ein vorfahre von blogs ist.
blogs fehlt es an räumlicher begrenzung und somit fehlt ihnen
auch der genius loci. gregor mendel müsste dies aber wissen.

hab mal auf ihren blog geschaut-ist ja ganz schön vom fach!
sind sie auch der autor des hermetischen cafes
(the noise) ?
auf ihrer lesbar zitieren sie daniel keel in: "wortseller".

ich kann nicht glauben, dass von george orwell 1995
nur 8 exemplare verkauft worden sind. 1984 und animalfarm werden
doch auch an höheren schulen gelesen- schon von daher ist die zahl 8
absurd. oder täusche ich mich ?
auch die rezensionen bei amazon lassen was anderes schließen.

thenoise, Montag, 8. Januar 2007, 23:29
speakers corner: natürlich stimmen nicht alle voraussetzungen überein -
aber die freiheit der rede und der themenwahl. welche attribute jetzt dafür
oder dagegen sprechen, kann ich ad hoc auch nicht sagen. ich fand es
spontan eine nette idee, die blogs damit auch wieder ein wenig auf
den boden zu holen.

mein blog: ich bin nicht der autor des hermetischen cafes, lese es aber
immer wieder gerne.

zu den worstsellern: leider steht nicht, welches orwell-buch nur acht mal
verkauft wurde. die zahl stammt jedenfalls von diogenes (ich habe sie aus
dem faz-beitrag, weil ich die diogenes-vorschau schon entsorgt habe).
es kann natürlich auch "erledigt in paris und london", "tage in burma"
oder ein essayband gewesen sein.

luvo23, Dienstag, 9. Januar 2007, 16:32
klar hat ihr vergleich -s.c./blog- seine berechtigung und es wäre schön,
wenn der geist von s.c. tragendes element vieler blogs wäre.
zur geschichte von s.c.:
soviel ich weiß stand bei marble arch ein galgen und
dem zu hängenden wurde als letzter akt eingeräumt, sich in freier rede
zu äußern. dies soll der ursprung von s.c. sein.

es stimmt- down and out in london and paris, clergyman´s daughter etc.
kennt heut kaum noch einer. schade.

thenoise: ¦¦ WONDERBRA ¦ push up music and the arts ¦¦



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